AllgemeinFühren Auf Distanz Mit DISG

Führen auf Distanz mit DISG

Führen der Mitarbeiter im Homeoffice

Egal ob Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten oder in den Büros sind, Führung hat immer noch sehr viel mit Kommunikation zu tun. Und die Häufigkeit der Kommunikation wird nicht weniger, wenn die Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten. Im Gegenteil, als Führungskraft ist es die Hauptaufgabe, die Verbindung nicht abreißen zu lassen. Für Führungskräfte ist führen auf Distanz eine Herausforderung, aber ein wichtiger Teil des Managements.

Dabei geht es nicht um Kontrolle, sondern darum die Beziehungen zu stärken, den Mitarbeitern zu zeigen, dass sie wichtig sind und man sich auf sie verlässt. Kommunikation ist auch immer ein Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung. Jeder kennt das aus privaten Beziehungen, wenn man nicht mehr miteinander redet, dann ist meistens etwas faul. Für mich hat sich in Zeiten von Corona daran nichts geändert.

Wer mit seinen Mitarbeitern redet und motiviert, braucht sich um die Leistung keine Sorgen machen. Wer vorher gut und verantwortungsvoll gearbeitet hat, wird genauso handeln, wenn er zuhause arbeitet.

Wenn wir dabei die DISG Brille aufsetzen und wissen, wer wie tickt, können wir dieses Wissen nutzen. Nachfolgend ein paar Tipps.

Der dominante Mitarbeiter möchte nicht kontrolliert werden, jedoch muss auch er abliefern. Deshalb bekommt dieser Mitarbeiter eine klare Zielvorgabe was zu erreichen ist. Alles andere kann man ihm getrost selbst überlassen. Sein Bedarf an Kommunikation beschränkt sich auf das notwendige Wissen, das er für die Erledigung braucht. Die Frage nach seinem Wohlbefinden ist nicht notwendig. Wenn was nicht passt, dann meldet er sich von selbst. Lassen Sie ihn seine Arbeit machen und stören Sie ihn nicht durch inhaltsloses Geplauder. Wenn er nicht leistet, dann verträgt er Druck und der sollte nicht zu gering sein.

Beim Initiativen ist es viel wichtiger, dass er kommunizieren kann. Er braucht das Reden und Austauschen wie andere die tägliche Dosis Kaffee. Es sollte aber nicht übertrieben werden, denn die Gefahr bei ihm ist eher die, dass er sich durch jedes Telefonat von seiner Arbeit gerne ablenken lässt. Ein täglicher längerer Anruf der auch Privates beinhalten kann, ist Pflicht. Er braucht die Möglichkeit seinen Stimmungen Ausdruck zu verleihen. Er will gehört werden und sehen, dass andere an ihm Interesse haben. Dabei können sich bei ihm Begeisterung und Niedergeschlagenheit schnell abwechseln. Seine Emotionen treiben seine Arbeitskraft. Als Führungskraft heißt die Devise deshalb: Die Stimmung hochhalten und positiv motivieren. Genauso schnell wie er down ist, kann er wieder aus dem Loch kommen.

Auch der stetige Mitarbeiter braucht mehr Kommunikation. Er mag es, wenn er aktiv nach seinem Ergehen gefragt wird. Schon allein die Tatsache, dass man ihn frägt, hilft ihm sich als Teil seines Teams zu sehen. Er möchte wirklich sein Bestes geben und hilft gerne anderen, falls diese ihn brauchen. Stetige Mitarbeiter besprechen gerne, wie sie die Aufgabe erledigen sollen, damit sie den Anforderungen in der Sache gerecht werden können. Daher ist eine kurze Arbeitsanweisung jederzeit und gerne willkommen.

Anders sieht es wiederum beim gewissenhaften Mitarbeiter aus. Für ihn ist die Aufgabenstellung soweit klar, er möchte aber genügend Zeit, so dass seine Arbeit korrekt und richtig erledigt werden kann. Dass diese Zeit nicht immer vorhanden ist, sollte man ihm im voraus gleich klarmachen. Mit klaren Prioritäten hilft man ihm und sich selbst, damit er sich nicht in den Aufgaben verliert und am Ende rechtzeitig abliefert. Ansonsten ist der Wunsch nach Kommunikation sehr eingeschränkt, da er darauf nicht allzu großen Wert legt. Lieber beschäftigt er sich mit der Aufgabe. Trotzdem sollte eine regelmäßiges kurzes Gespräch nicht zu kurz kommen, damit er weiß, dass man seine Arbeit schätzt und weiß was er tut. Schließlich benötigt jeder Mitarbeiter eine gewisses Maß an Anerkennung.

Anerkennung ist ein hoher Motivationsfaktor und jedermann freut sich, wenn seine Arbeit gesehen und geschätzt wird. Vielleicht ist das beim Homeoffice noch viel wichtiger, als wenn die Leute sichtbar im Büro bei der Arbeit gesehen werden. Schließlich brauchen Menschen gerade im häuslichen Umfeld verstärkt die Bestätigung für die tägliche Leistung.

Alles in allem kann man festhalten, dass wir im Homeoffice noch vielmehr an Kommunikation nötig haben, da wir die kleinen Kommunikationseinheiten in der Kaffeeecke oder beim Mittagessen oder auf dem Flur nicht mehr haben. Klare Ziel- und Zeitvorgaben helfen allen Beteiligten sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Kommunikation ist nicht alles, aber ohne Kommunikation ist alles andere nichts.

 

Autor: Georg Dauth

2 comments

  • Frank Pfeil

    17. Juni 2020 at 13:35

    Hallo Georg,
    treffend hast Du das Wichtigste lesenswert aufbereitet – vielen Dank dafür.
    So reift die Erkenntnis: Während sich etliches im Job ändert, bliebt der Umgang mit DISG – “(Grund-) Typen”.
    VG
    Frank

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  • Dirk Hertin

    16. Juni 2020 at 15:26

    Hi Georg,
    Super kurze Zusammenfassung. Das bringt es klar und deutlich auf den Punkt und ist in der aktuellen Phase sehr wichtig. Habe im Kopf meine Mitarbeiter und ihr DISG-Profil vor Augen und kann nur bestätigen, was du schreibst!
    Vielen Dank und weiter so!
    Dirk

    Reply

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